Berufsschule und Prüfungen in der ZFA-Ausbildung
Wie oft musst du zur Schule, was wird in den Prüfungen verlangt und wie bestehst du sie? Hier bekommst du einen klaren Überblick über den Ablauf des schulischen Teils und beide Prüfungen.
Neben der Arbeit in der Praxis ist die Berufsschule der zweite Säule deiner Ausbildung. Viele Bewerber fragen sich, wie viel Schule auf sie zukommt und ob die Prüfungen schwer sind. Die ehrliche Antwort: Mit regelmäßigem Mitarbeiten ist beides gut zu schaffen. Wir erklären dir, wie der schulische Teil organisiert ist und was dich bei den Prüfungen erwartet.
Wie die Berufsschule organisiert ist
Wie oft du zur Berufsschule gehst, hängt von deinem Bundesland und deiner Schule ab. Es gibt zwei gängige Modelle. Beim Teilzeitmodell besuchst du die Schule an ein bis zwei festen Tagen pro Woche, den Rest der Zeit bist du in der Praxis. Beim Blockmodell hast du mehrere Wochen am Stück Schule und danach wieder eine längere Phase in der Praxis. Beide Modelle haben ihre Vorteile, und du hast meist keinen Einfluss darauf, welches deine Schule nutzt.
Der Unterricht ist in sogenannte Lernfelder gegliedert. Statt einzelner Fächer wie früher gibt es Themenblöcke, die sich an den realen Aufgaben im Beruf orientieren. So lernst du zum Beispiel alles rund um eine bestimmte Behandlung im Zusammenhang, statt Anatomie, Materialkunde und Abrechnung getrennt zu pauken. Das macht den Unterricht praxisnäher und leichter verständlich.
Die Zwischenprüfung
Etwa in der Mitte deiner Ausbildung steht die Zwischenprüfung an, meist im zweiten Ausbildungsjahr. Sie ist Pflicht, aber kein Grund zur Nervosität, denn sie zählt nicht zur späteren Abschlussnote. Ihr Zweck ist, dir und deiner Praxis zu zeigen, wo du stehst und ob es irgendwo noch hängt. Sieh sie als Standortbestimmung und als gute Übung für die richtige Prüfung am Ende.
In der Zwischenprüfung werden die Inhalte der ersten Ausbildungshälfte abgefragt, meist schriftlich. Wenn du im Alltag aufmerksam mitarbeitest und in der Schule am Ball bleibst, bist du gut vorbereitet.
Die Abschlussprüfung
Am Ende der Ausbildung steht die Abschlussprüfung, die über deinen Berufsabschluss entscheidet. Sie besteht aus einem schriftlichen und einem praktischen Teil. Im schriftlichen Teil beantwortest du Fragen aus den verschiedenen Lernfeldern, etwa zur Behandlungsassistenz, zur Abrechnung und zur Praxisorganisation. Im praktischen Teil zeigst du, dass du die Tätigkeiten des Berufs beherrschst, oft in Form einer Fallsituation, die du bearbeitest und erklärst.
Die Abschlussprüfung wird von der zuständigen Zahnärztekammer abgenommen. Klingt vielleicht einschüchternd, ist aber ein faires Verfahren, auf das dich deine Praxis und die Berufsschule gezielt vorbereiten. Wer die drei Jahre über mitgearbeitet hat, bringt das meiste Wissen ohnehin schon mit.
So bereitest du dich gut vor
Du musst kein Prüfungsgenie sein, um zu bestehen. Ein paar einfache Gewohnheiten helfen dir, entspannt durch die Prüfungen zu kommen.
- Arbeite in der Praxis aufmerksam mit, das meiste lernst du nebenbei
- Halte deinen Ausbildungsnachweis aktuell, er ist eine gute Lernhilfe
- Nutze alte Prüfungsaufgaben zum Üben, sie zeigen den typischen Stil
- Bilde eine Lerngruppe mit anderen Azubis, gemeinsam fällt es leichter
- Frag in der Praxis nach, wenn du etwas nicht verstehst, dafür sind sie da
Und falls es doch einmal nicht klappt: Eine nicht bestandene Prüfung ist kein Weltuntergang. Du kannst sie wiederholen, in der Regel hast du dafür zwei weitere Versuche. Die Ausbildung verlängert sich dann zwar etwas, aber viele erfolgreiche ZFAs haben eine Prüfung im ersten Anlauf nicht geschafft und stehen heute trotzdem mitten im Beruf.
Was zählt am Ende für die Abschlussnote?
Deine Abschlussnote setzt sich aus mehreren Teilen zusammen. Neben dem Ergebnis der schriftlichen und praktischen Abschlussprüfung fließen auch deine Leistungen in der Berufsschule ein. Das heißt, es lohnt sich, von Anfang an am Ball zu bleiben und nicht erst kurz vor der Prüfung mit dem Lernen zu beginnen. Wer über die drei Jahre kontinuierlich mitarbeitet, hat es am Ende deutlich leichter und muss vor der Prüfung nicht in Panik geraten.
Ein guter Abschluss öffnet dir Türen. Praxen achten bei der Einstellung durchaus auf das Zeugnis, und auch für spätere Weiterbildungen kann eine ordentliche Note hilfreich sein. Trotzdem gilt: Die Note ist nicht alles. Eine ZFA, die zuverlässig arbeitet und gut mit Patienten umgeht, ist in der Praxis Gold wert, auch wenn die Abschlussnote keine Eins war.
Prüfungsangst, und was dagegen hilft
Viele machen sich vor den Prüfungen große Sorgen, und das ist menschlich. Ein bisschen Anspannung ist sogar hilfreich, weil sie dich wach hält. Wenn die Angst aber überhandnimmt, helfen ein paar einfache Dinge. Bereite dich rechtzeitig vor, statt alles auf den letzten Abend zu schieben. Sorge in den Tagen davor für genug Schlaf und mach am Prüfungstag selbst nichts Hektisches mehr. Und denk daran: Die Prüfer wollen dich nicht durchfallen lassen, sondern sehen, was du kannst. Mit einer soliden Vorbereitung und etwas Ruhe schaffen die allermeisten ihre Prüfung ohne Probleme.
Häufige Fragen
Wie oft geht man in der ZFA-Ausbildung zur Berufsschule?
Das ist je nach Bundesland und Schule unterschiedlich. Üblich sind ein bis zwei Schultage pro Woche, manche Schulen unterrichten auch in Blöcken über mehrere Wochen am Stück.
Wann findet die Zwischenprüfung statt?
Die Zwischenprüfung liegt meist in der Mitte der Ausbildung, also etwa im zweiten Jahr. Sie zählt nicht zur Abschlussnote, zeigt dir aber, wo du stehst.
Was passiert, wenn ich die Abschlussprüfung nicht bestehe?
Du kannst die Prüfung wiederholen. In der Regel hast du zwei weitere Versuche. Die Ausbildung kann sich dadurch verlängern, aber ein einmaliges Durchfallen ist kein Beinbruch.