So findest du deinen ZFA-Ausbildungsplatz
Der richtige Ausbildungsplatz entscheidet, wie gut deine drei Jahre werden. Hier erfährst du, wo du freie Plätze findest, wann du dich bewerben solltest und woran du eine wirklich gute Praxis erkennst.
Eine Ausbildung zur ZFA zu finden ist heute leichter als früher, denn Praxen suchen überall händeringend Nachwuchs. Trotzdem solltest du dir nicht die erstbeste Stelle schnappen, sondern eine Praxis wählen, in der du dich wohlfühlst und wirklich etwas lernst. Diese drei Jahre prägen deinen Start in den Beruf, deshalb lohnt sich die Suche mit Bedacht.
Wo du freie Plätze findest
Es gibt mehrere Wege, an freie Ausbildungsplätze zu kommen. Am besten nutzt du gleich mehrere davon parallel, um deine Chancen zu erhöhen.
- Die Lehrstellenbörse der Agentur für Arbeit, dort gibt es eine eigene Suche
- Große Jobportale im Internet mit Filter für Ausbildungsplätze
- Die Webseiten von Praxen in deiner Umgebung, oft mit Karrierebereich
- Die zuständige Zahnärztekammer, die häufig Listen führt
- Persönliche Empfehlungen aus dem Bekanntenkreis
Unterschätze auch die Initiativbewerbung nicht. Viele Praxen schreiben gar keine Ausbildungsplätze aus, würden aber gern jemanden einstellen, der von sich aus anfragt. Wenn du eine Wunschpraxis hast, etwa weil sie in deiner Nähe liegt oder einen guten Ruf hat, dann bewirb dich einfach, auch ohne ausgeschriebene Stelle. Im schlimmsten Fall bekommst du eine Absage, im besten Fall deinen Traumplatz.
Wann du dich bewerben solltest
Beim Timing gilt die Faustregel: ungefähr ein Jahr vor dem gewünschten Ausbildungsstart. Wenn du also nach den Sommerferien beginnen möchtest, solltest du dich im Herbst oder Winter davor bewerben. Viele Praxen vergeben ihre Plätze früh, und wer zu lange wartet, schaut bei den begehrten Stellen in die Röhre.
Das heißt aber nicht, dass es zu spät ist, wenn du erst später dran denkst. Gerade weil so viele Praxen suchen, werden auch kurzfristig immer wieder Plätze frei. Wenn du also mitten im Jahr auf die Idee kommst, lohnt sich die Suche trotzdem. Je flexibler du beim Startzeitpunkt bist, desto besser stehen deine Chancen.
Woran du eine gute Praxis erkennst
Nicht jede Praxis ist gleich gut zum Lernen. Da du drei Jahre dort verbringst, solltest du genau hinschauen. Schon beim ersten Kontakt und im Vorstellungsgespräch bekommst du wichtige Hinweise. Achte darauf, wie das Team miteinander umgeht und ob man dir freundlich und auf Augenhöhe begegnet.
Eine gute Ausbildungspraxis nimmt sich Zeit für dich, erklärt dir Dinge geduldig und lässt dich Schritt für Schritt mehr übernehmen. Sie behandelt dich nicht als billige Hilfskraft, sondern bildet dich wirklich aus. Trau dich, im Gespräch Fragen zu stellen: Wie läuft die Einarbeitung? Wer ist meine Ansprechperson? Welche Aufgaben übernehme ich am Anfang? Die Antworten verraten dir viel über die Qualität der Ausbildung.
- Ein freundliches Team, das wertschätzend miteinander umgeht
- Eine feste Ansprechperson, die sich um dich kümmert
- Klare Aussagen dazu, wie die Ausbildung abläuft
- Moderne Ausstattung und ordentliche Arbeitsbedingungen
- Das Gefühl, willkommen und ernst genommen zu sein
Ein Praktikum als Türöffner
Der vielleicht beste Weg zu einem guten Ausbildungsplatz führt über ein Praktikum. Wenn du vorab ein oder zwei Wochen in einer Praxis schnupperst, lernst du das Team kennen und kannst prüfen, ob die Chemie stimmt. Gleichzeitig zeigst du, dass du es ernst meinst. Sehr viele Auszubildende haben ihren Platz über genau so ein Praktikum bekommen, weil die Praxis sie schon kannte und wusste, dass sie passen. Wenn du also unsicher bist, wo du anfangen sollst, frag einfach nach einem Praktikum. Es ist ein kleiner Aufwand mit oft großer Wirkung.
Wie du dich erfolgreich bewirbst
Hast du eine passende Praxis gefunden, geht es an die Bewerbung. Eine gute Bewerbung als ZFA besteht aus einem Anschreiben, einem Lebenslauf und deinen Zeugnissen. Wichtig ist, dass du jede Bewerbung an die jeweilige Praxis anpasst und nicht einfach dieselbe an alle schickst. Praxen merken sofort, ob sich jemand wirklich für sie interessiert oder nur wahllos verschickt. Ein, zwei persönliche Sätze darüber, warum du gerade dort lernen möchtest, machen einen großen Unterschied.
Wie du ein überzeugendes Anschreiben formulierst, deinen Lebenslauf aufbaust und dich auf das Vorstellungsgespräch vorbereitest, erklären wir dir ausführlich in unserem Bewerbungsbereich. Dort findest du auch fertige Muster, an denen du dich orientieren kannst. So gehst du gut vorbereitet in die Bewerbungsphase.
Was, wenn es nicht sofort klappt?
Nicht jede Bewerbung führt zum Erfolg, und das ist völlig normal. Lass dich von einer Absage nicht entmutigen. Manchmal war der Platz schon vergeben, manchmal hat es einfach nicht gepasst. Wichtig ist, dass du dranbleibst und weiter suchst. Gerade weil so viele Praxen Nachwuchs brauchen, findet am Ende fast jeder einen Platz, der wirklich möchte. Wenn du nach mehreren Absagen unsicher bist, frag ruhig nach, woran es lag. Eine ehrliche Rückmeldung hilft dir, deine nächste Bewerbung noch besser zu machen.
Häufige Fragen
Wann sollte ich mich um einen Ausbildungsplatz bewerben?
Am besten etwa ein Jahr vor dem geplanten Start. Viele Praxen vergeben ihre Ausbildungsplätze früh, deshalb solltest du dich rechtzeitig im Herbst oder Winter vor dem Ausbildungsbeginn bewerben.
Wo finde ich freie ZFA-Ausbildungsplätze?
In der Lehrstellenbörse der Agentur für Arbeit, auf Jobportalen, auf den Webseiten der Praxen und bei der zuständigen Zahnärztekammer. Auch eine Initiativbewerbung bei Wunschpraxen lohnt sich.
Lohnt sich eine Initiativbewerbung?
Ja, sehr oft. Viele Praxen schreiben gar nicht aktiv aus, freuen sich aber über motivierte Bewerber. Eine höfliche Anfrage bei deiner Wunschpraxis kann sich auszahlen.